jbs pentolac®

Siliermittel – der homofermentative Alleskönner

Auf einen Blick

  • homofermentative Fermentation
  • hemmt Hefen
  • schnelle pH-Wert-Senkung
  • reduziert die TM- und Nährstoffverluste vor und nach dem Öffnen
  • verlängert die Stabiltät der Silage nach dem Öffnen
  • erhält natürliches Carotin

Die Chr. Hansen Gruppe, gegründet 1874 in Kopenhagen, entwickelt und produziert als weltweit führender Hersteller von biologischen Zusätzen und Bakterienkulturen innovative Produkte für die Molkerei- und Lebensmittelindustrie, Humanmedizin und Landwirtschaft. Ihre intensive Forschung ist die Grundlage für wirksame und sichere Produkte.

Homofermentativ gegen Hefen

Bereits Mitte der 90er Jahre forschte Hansen nach Milchsäurebakterien, die sowohl die Qualität und Verdaulichkeit der Silagen aufwerten, als auch die Stabilität nach dem Öffnen verbessern. Eine solche Wirkung kann von homofermentativen Milchsäurebakterien erreicht werden, die gleichzeitig Hefen hemmen.

GVO-Erklärung

  • Für die Herstellung der natürlichen Mikroorganismen in jbs pentolac® werden keine gentechnisch veränderten Rohstoffe verwendet.
  • Die verwendeten Mikroorganismen sind natürliche Mikroorganismen, die nicht durch Manipulation der DNS gentechnisch verändert wurden.
  • Der enthaltene Trägerstoff ist nicht gentechnisch verändert.

Chr. Hansen ist FAMI-QS-zertifiziert.

jbs pentolac® enthält einen homofermentativen Stamm aus der Familie der Lactobacillus plantarum, welcher Hefen während der Silierung, über die Dauer der Lagerung und nach dem Öffnen in ihrer Entwicklung unterdrückt. Das hat einen positiven Einfluss auf die Stabilität der Silage. jbs pentolac® ist sowohl für Gras-, Kleegras- und GPS-Silagen, als auch für Maissilagen zwischen 20 % und 45 % TM geeignet.

Anwendung

100 g reichen zur Beimpfung von 100 t Siliergut. Die benötigte Menge gründlich in kaltem Wasser auflösen. Die Wassermenge, mit der dosiert wird, ist nahezu frei wählbar. Mit jbs pentolac® behandelte Silage darf an alle Tierarten verfüttert werden.

Lagerung/Haltbarkeit

Bei -18 °C mind. 2 Jahre, bei 4 °C mind. 1 Jahr und bei 20 °C mind. 3 Monate ab Produktionsdatum haltbar.

Verpackungseinheit

Erhältlich als:

  • 500 g Dose – ausreichend für 500 t Siliergut
  • 100 g Dose – ausreichend für 100 t Siliergut

Anaerobe Umsetzung von Fruktose und Glukose durch homo- und heterofermentative Milchsäurebakterien

In der Silage befinden sich Milchsäurebakterien verschiedenster Stämme aus der natürlichen Besiedelung der Pflanzen auf dem Feld. Art und Menge ist dabei vor allem abhängig vom Klima. Ob dieser natürliche Besatz mit Mikroorganismen für eine gute Fermentation ausreicht und in welche Richtung diese geht, hängt davon ab, welche Mikroorganismen sich durchsetzen können.

Die Milchsäurebakterien in jbs pentolac® haben in zahlreichen Versuchen belegt, dass sie durch ihre hohe Vermehrungsrate die Fermentation schnell in Richtung einer homofermentativen Produktion von Michsäure lenken. Der pH-Wert sinkt schneller, als es durch die natürlich vorhandenen Bakterien der Fall ist. Die verbesserte und effektivere Fermentation durch homofermentative Milchsäurebakterien zeigt sich in einem messbar höheren Energiegehalt je kg TM.

Gleichzeitg steigt die Schmackhaftigkeit des Futters, da Milchsäure im Gegensatz zu Essigsäure geschmacks- und geruchsneutral ist. Milchsäure ist weitestgehend stabil, sie bleibt auch nach dem Öffnen des Silos in der Silage. Essigsäure ist erheblich flüchtiger, so dass hohe Gehalte als stechender Geruch wahrgenommen werden.

Effektive und schnelle Fermentation senkt TM-Verluste

  • TM-Verluste entstehen in erster Linie durch biologische Vorgänge während der Silierung und Lagerung. Dabei gehen vor allem die besonders wertvollen Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) verloren.
  • Je schneller der pH-Wert sinkt, desto eher setzen sich die Milchsäure bildenden Bakterien gegenüber anderen Mikroorganismen durch. Nährstoffe werden nicht an unerwünschte Mikroorganismen verschwendet.
  • jbs pentolac® enthält einen schnell wachsenden, säuretoleranten Bakterienstamm, der sich gegen den natürlichen Bakterienbesatz durchsetzt. Durch die effektivere und schnellere Fermentation werden die TM-Verluste sicher und deutlich reduziert.

Im Mittel der unten dargestellten Versuche bleiben gut 37 kg Zucker je t TM erhalten. Umgerechnet auf 1 t Silage Frischmasse mit 35 % TM-Gehalt ergibt sich ein Wert von 13,2 kg Zucker, der nicht für die Fermentation verbraucht wurde.

Wirtschaftlichkeit von jbs pentolac®
Zuckerausgleich durch Melasse

Äquivalent Melasse zu 13,2 kg TM-Verluste in Form von Zucker (Melasse mit 40 % Zucker) 33 kg
Wert von 33 kg Melasse (1 kg Melasse = ca. 0,15 €) 4,95 €
abzügl. Kosten von jbs pentolac®: 1,45 €
Wert je t FM Silage: 3,50 €
Wert je ha Mais (40 t FM):
Wert je ha Gras (12 t FM):
ca. 140,00 €
ca. 42,00 €
  • Je teurer der Zukauf von Futtermitteln wird, desto sinnvoller ist es, die Energie günstig aus dem eigenen Grundfutter zu holen.
  • Wenn der Einsatz von Kraftfutter bei Kosten von 23 € je t nur um 250 g je Tier und Tag zurückgefahren werden kann, sind die Kosten von jbs pentolac® bereits gedeckt (ca. 2,5 - 5 Cent pro Tier und Tag je nach gefütterter Menge von 20 - 40 kg FM Silage).
  • Nicht berücksichtigt sind eine höhere Verdaulichkeit, bessere Schmackhaftigkeit und längere Stabilität nach dem Öffnen.

Stabilität nach dem Öffnen

Wenn durch eine homofermentative Fermentation mehr Zucker in der Silage bleibt, ist das möglicherweise problematisch was die Stabilität des Silos betrifft. Denn Schadorganismen bedienen sich ebenfalls gerne an den Zuckervorräten und unter Sauerstoffeinfluss beginnt die Silage zu vergammeln.

Hefen sind durch tiefe pH-Werte in der Silage nicht zu vernichten. Sie warten mit reduzierter Aktivität, bis die Silage geöffnet wird und Sauerstoff zur Verfügung steht. Dann beginnt die Veratmung von Zucker und ggf. auch von Milchsäure in einer explosionsartigen Geschwindigkeit. Dass in dieser Umsetzung des Zuckers zu CO2 sehr viel Wärme abfällt, merken wir an der Nacherwärmung der Silage. Es gehen nicht nur Nährstoffe verloren, sondern die Wärme aktiviert Schimmelpilze, die nun ihrerseits wachsen und im Stadium der Vermehrung gesundheitsschädliche und leistungsmindernde Toxine produzieren können.

Mit jbs pentolac® wird die Stabilität gegenüber der unbehandelten Kontrolle verlängert, nicht verkürzt (siehe Grafik). Dieser Effekt kommt aus der Unterdrückung der Hefen.

Durch die schnelle Fermentation schützt jbs pentolac® Vitamine und Carotin vor dem Abbau durch Mikroorganismen.

Carotin-Verluste entstehen durch Enzyme:
  • während des Anwelkens
  • wenn das Schließen des Silos verzögert wird
  • wenn die Silage nicht schnell genug siliert
  • wenn Luft in den Silo kommt
  • wenn Nitrit vorhanden ist (z. B. durch Überdüngung)
Weniger Carotin-Verluste
Durch jbs pentolac® bleibt durchschnittlich 15,9 % mehr natürliches Carotin in der Silage.

  • Carotin kann von Wiederkäuern in Vitamin A umgewandelt werden
  • Betacarotin hat besondere Aufgaben im Fruchtbarkeitszyklus und beeinflusst diesen positiv
  • Vitamin A ist wichtig für alle Schleimhautfunktionen der Kuh

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