jbs pentolac® b

Siliermittel – ein ungewöhnlicher Lactobacillus buchneri

Auf einen Blick

  • Senkung der Fermentations Trockenmasseverluste
  • Absicherung der Silagequalität
  • wirksam gegen Schadkeime wie Bakterien, Schimmelpilze und Hefen
  • verbessert die Stabilität nach dem Öffnen
  • für Gras- und Maissilagen

Ein alter Bekannter erscheint in neuem Licht

Lactobacillus buchneri ist ein für Silage häufig verwendeter Bakterienstamm. Als heterofermentativer Vertreter wird er vor allem zur Stabilitätsverbesserung eingesetzt. Dass es in Bakterienfamilien genauso zugeht wie im wahren Leben, zeigen Versuchsergebnisse verschiedener in Europa zur Registrierung beantragter Buchneri-Stämme. Hänschen und Fritzchen Müller gehören zwar zur selben Familie, aber während Hänschen in Mathe eine Zwei schreibt, bekommt Fritzchen eine Vier. Und so ist auch die Leistung und die Charakteristik der verschiedenen Buchneri-Stämme sehr unterschiedlich. Die nachfolgenden Grafiken stellen die im EFSA*-Journal veröffentlichten Versuchsdaten zu vier Buchneri-Stämmen bildlich dar.

Trockenmasseverluste

Allgemein bekannt ist, dass bei der heterofermentativen Fermentation durch Lactobacillus buchneri höhere Trockenmasseverluste entstehen, als bei der natürlichen Fermentation in unbehandelten Silagen.

Der Lactobacillus buchneri aus jbs pentolac® b zeigt jedoch ein erfreulich untypisches Bild. Auch die EFSA* bestätigt dem Stamm einen ungewöhnlich positiven Charakter. Im Gegensatz zu anderen Stämmen konnten für den Stamm aus jbs pentolac® b Versuche vorgelegt werden, in denen signifikant niedrigere Trockenmasseverluste gemessen wurden. Es bleiben also durch eine effektive Fermentation mehr Nährstoffe übrig, als in den unbehandelten Silagen. Bei den Stämmen A, B und C hingegen ist eine deutliche Tendenz zu höheren Verlusten bzw. uneinheitlichen und nicht signifikanten Ergebnissen zu sehen

* EFSA = Europäische Futtermittelsicherheitsbehörde

TM-Verluste

Diese Verluste bestehen in erster Linie aus Zucker und Stärke. Aber auch leicht verdauliche Celulose bis hin zu „Reineiweiß“ gehen verloren. Unverdauliche Futterbestandteile sind davon nicht betroffen!

Gärsäuren

Essigsäure hat, im Gegensatz zu Milchsäure, eine direkte Wirkung gegen Hefen und Pilze. Buchneri-Stämme produzieren in der Regel mehr Essigsäure als Milchsäure. Der Buchneri-Stamm aus jbs pentolac® b bildet da eine Ausnahme, denn es wird neben Essigsäure auch mehr Milchsäure gegenüber der unbehandelten Silage produziert.

Essigsäuregehalt

Die Wirkung der Essigsäure hängt von der gebildeten Milchsäure und dem daraus resultierenden tiefen pH-Wert ab.

Die Bildung von Milchsäure ist ein Indikator für eine gute, schnelle Fermentation. Milchsäure ist nicht flüchtig und hat keine negativen Eigenschaften auf die Futteraufnahme, da sie nahezu geruchsneutral ist.

Milchsäure sichert die pH-Wert-Senkung. Nur bei pH-Werten unter 4,7 liegt Essigsäure in einer gegen Hefen und Schimmelpilze wirksamen chemischen Form vor. Das bedeutet, je mehr, besser und schneller die Produktion von Milchsäure gelingt, desto früher und sicherer tritt die Wirkung der Essigsäure gegen Hefen ein. Milchsäure bildet die Grundlage für die Wirksamkeit der Essigsäure.

Milchsäuregehalt

zeigt die Qualität und Geschwindigkeit der Fermentation an.

Ammoniak – Parameter für den Schutz von Nährstoffen

Der Ammoniakgehalt ist eine Kennziffer für den Abbau von Eiweiß, der vornehmlich durch die Aktivität von Schadorganismen wie zum Beispiel Clostridien stattfindet. Da Schadorganismen nicht nur Eiweiß, sondern auch andere Nährstoffe abbauen, muss bei einem erhöhten Ammoniakgehalt generell von insgesamt massiven Nährstoffverlusten ausgegangen werden.

Niedrige Ammoniakgehalte bestätigen eine rasche und effektive Fermentation mit sicherer Unterdrückung der Schadorganismen. Der Buchneri-Stamm aus jbs pentolac® b ist ein Garant für den Schutz von Nährstoffen. Das zeigen drei Versuche, die alle einen wissenschaftlich abgesichert niedrigeren Ammoniakgehalt gegenüber der Ausgangssilage aufweisen.

Über den Ammoniakgehalt lagen nur von zwei Buchneri-Stämmen Daten vor. Besonders bei nassem Siliergut mit höheren Schmutzanteilen ist eine effektive Fermentation wichtig. Clostridien aus dem Schmutz übernehmen sonst das Regiment und die Silage verdirbt mit katastrophalen Folgen in der Verfütterung.

Ammoniakgehalt

Die Unterdrückung von Schadorganismen ist eine notwendige Maßnahme, um so viele Nährstoffe wie möglich in der Silage zu erhalten.

Aerobe Stabilität

Zusätzlich zu den geringeren TM-Verlusten und einer deutlichen Produktion von Milchsäure kann der Buchneri-Stamm aus jbs pentolac® b eine sichere Erhöhung der Stabilität nach dem Öffnen belegen. Wird die Silage der Luft ausgesetzt, bleibt sie im Durchschnitt 2,6 mal so lang stabil, wie die unbehandelte Variante.

Die Verbesserung der Stabilität muss bei jbs pentolac® b nicht mit erhöhten TM- bzw. Nährstoffverlusten bezahlt werden. Die Silagen zeigen eine bessere Stabilität nach einer effektiven Fermentation.

Stabilität

jbs pentolac® b verlängert die Zeitspanne bis zur Erwärmung der Silage von mehr als 3 °C über die Umgebungstemperatur um den Faktor 2,6.

Einsatzempfehlung

Probleme mit der Stabilität ergeben sich vor allem in Silagen mit hohen TM-Gehalten und unzureichender Verdichtung. Auch eine ungleichmäßige Befüllung kann zu Schimmelnestern führen, weil dicke Schichten (über 40 cm) nicht ausreichend verdichtet werden können. Nach dem Öffnen ist auf eine Sicherung der Anschnittfläche gegen Lufteintritt zum Beispiel durch eine Luftbarriere aus Silosäcken zu achten. Die Entnahme sollte einen Vorschub von mindestens 1,5 m im Winter und 2,5 m im Sommer gewährleisten. Diese Punkte des Silagemanagements sind in generell zu beachten, auch bei Einsatz von Stabilität verbessernden Siliermitteln wie jbs pentolac® b.

jbs pentolac® b kann eingesetzt werden in jeder Art von Futterpflanze. Die TM-Gehalte sollten über 30 % liegen. Silagen mit geringeren TM-Gehalten erfordern niedrigste Schmutzgehalte und ausreichend Zucker zur Vergärung, damit eine Fermentation gelingen kann. Je trockener das Siliergut ist, desto kürzer muss die Häcksellänge sein (Gras 2 - 4 cm) und desto sorgfältiger muss verdichtet werden. Bei TM-Gehalten über 50 % besteht die Gefahr, dass zu wenig Restwasser für die Bakterienaktivität zur Verfügung steht, was zu einer sinkenden Wirkung führt.

Verpackungseinheit

Beutel à 100 g ausreichend für 100 t Siliergut.

Dosierung

jbs pentolac® b wird mit 1 g je t Siliergut dosiert. Dazu das gefriergetrocknete Pulver in ausreichend Wasser auflösen und mit der für den verwendeten Dosierer gebräuchlichen Wassermenge gleichmäßig auf dem Siliergut verteilen. Die angemischte Lösung sollte innerhalb von 48 Stunden verbraucht werden.

Lagerung und Haltbarkeit

jbs pentolac® b ist tiefgekühlt 24 Monate ab Herstellungsdatum (DOM) haltbar. Bei einer Lagertemperatur von 4 °C wird eine Haltbarkeit von 12 Monaten angegeben, bei + 20 °C eine Haltbarkeit von 3 Monaten.

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