Ihr Blick in den Silo

Vakuumbeutel mit Silage

Der Einsatz eines Siliermittels war erfolgreich – oder doch nicht?

Das zu erkennen fällt oft schwer, denn man hat in der Regel keine „Nullvariante“, keinen unbehandelten Silo aus der gleichen Ernte, mit dem man vergleichen könnte. Mit einem professionellen Vakuumgerät eröffnen sich diverse Möglichkeiten der genaueren Betrachtung:

  • Vergleich behandelte Silage zu unbehandelter Silage
  • schnelle Analyseergebnisse ggf. lange vor dem Öffnen der Silage
  • Überprüfung des Gärverlaufs
  • Sicherheit bei schnellem Öffnen
  • Erkenntnisse zum Stabilitätsrisiko nach dem Öffnen zur Planung evtl. notwendiger zusätzlicher Maßnahmen bei der Abdeckung (Luftbarrieren)
  • sensorischer Eindruck (Geruch, Farbe), auch schon nach wenigen Tagen 
  • wenn während der ganzen Silierung Proben gezogen werden, kann eine repräsentative Mischprobe einsiliert werden, dadurch wird die Probeentnahme mit dem Bohrstock überflüssig
  • an einem geöffneten Beutel erkennen Sie schon nach wenigen Tagen welche Silage stabiler ist

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Bei der Ernte wird frisches Material gesammelt und zeitnah flach in große Beutel gefüllt. Das Vakuumgerät entzieht die Luft und verschweißt sie auf Knopfdruck mit einer Sicherheitsnaht.
Durch kurzes Eintauchen in Wasser kann man leicht prüfen, ob der Beutel dicht ist (keine Blasen, kein Wassereintritt):

  1. Lassen Sie in der Ernte die ersten Wagen unbehandelt und nehmen Sie ca. 20 kg vom unbehandelten Material beiseite. Dann wird das Dosiergerät eingeschaltet und vom behandelten Material ebenfalls eine solche Probe gezogen. 
  2. Zwölf Beutel beschriften mit Name und Anschrift des Betriebes. 6 mit dem Zusatz „Kontrolle“, 6 mit der Bezeichnung des verwendeten Siliermittels. 
  3. Von jeder Variante werden 6 beschriftete Beutel abgefüllt (Füllmenge ca. 1 kg) und umgehend flach eingeschweißt. Die Beutel können draußen gelagert werden (vor Tieren schützen). 
  4. Jeweils 2 Beutel jeder Variante werden an jbs geschickt. jbs darf die Proben zur Analyse in ein anerkanntes Labor geben.
  5. Vergleich nach 3 - 7 Tagen: Öffnen Sie den ersten Beutel behandelt und unbehandelt. Achten Sie auf den Geruch. Lassen Sie beide Beutel an der Luft stehen und kontrollieren Sie jeden Tag die Veränderungen (Erwärmung, Geruch, Verderb).
  6. Vier Wochen später öffnen Sie die nächsten Beutel und machen eine erneute Begutachtung wie unter Punkt 5. 
  7. Der Inhalt der Beutel kann jederzeit für eine Silageanalyse ins Labor geschickt werden.

Fazit:

Mit Hilfe der Vakuumbeutel gelingt ein Einblick in die Silage, obwohl der Haufen noch zu ist. Nutzen Sie diese „Vorab-Informationen“ für die Bewertung des Grundfutters und lassen Sie sich ganz nebenbei von der Wirkung von SiloSolve® überzeugen. Man sieht und riecht den Unterschied hinsichtlich der Qualität und Stabilität.

Das Vakuumgerät ist übrigens auch perfekt für das Einfrieren von Lebensmitteln (Gemüseernte, Schlachtung mit Eigenverbrauch etc.) geeignet ...

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